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VOMP Server 0.4.1 für Debian 7 „Wheezy“

Wer den Raspberry Pi als Streaming-Client betrieben möchte braucht mindestens den VOMP Server in der Version 0.4.1. Dieser wird bisher für das aktuelle Debian Wheezy nicht als fertiges Paket angeboten. Jetzt kann man sich den Quellcode runterladen und selber kompilieren oder man greift auf das Paket aus der yaVDR Distribution zurück.

Einfach so das Paket runterladen und installieren klappt leider nicht ganz, aber der Weg ist auch nicht besonders steinig.

Zunächst werden die devscripts und vdr-dev benötigt, also:
apt-get update
apt-get install devscripts vdr-dev

Damit wir nun das passende Paket von yaVDR beziehen, schauen wir mal nach was die aktuelle Version ist. Anschließend kann diese am besten unter /tmp geladen und zu recht kompiliert werden:
dget -xu --build https://launchpad.net/~yavdr/+archive/ubuntu/stable-vdr/+files/vdr-plugin-vompserver_0.4.1-0yavdr4~precise.dsc
Das ganze dauert nun ein paar Minuten und hinterlässt ein fertiges .deb Debian Paket, dass nun installiert werden muss.
Es wird nun per: dkpg -i vdr-plugin-vompserver_0.4.1-0yavdr4~precise_i386.deb installiert und nun ist der VOMP Server in der Version 0.4.1 installiert. Nun nicht vergessen den Dongle auf 0.4.1 zu bringen, sonst wird es nichts mit dem Streamen.

Damit beim nächsten Update das Paket nicht gegen die alte Version 0.4.0 ersetzt wird, macht es sinn dieses zunächst auf hold zu setzen: echo vdr-plugin-vompserver hold | dpkg --set-selections.

Quelle: VDR-Portal

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Debian Wheezy und VOMP Server 0.4.0

Problem

Mit dem Upgrade zur Debian Wheezy sollte nun der aktuelle VOMP Server in Version 0.4.0 zum Einsatz kommen. Die Inbetriebnahme hatte aber ein paar kleine Fallstricke für mich. Ich hatte noch das alte vdr-plugin-vompserver Version 0.3.0 unter Debian Squeeze installiert und dieses wurde nicht automatisch aktualisiert. Manuelle Updates brachten auch nichts und eine neuere Version schien in den Paketlisten nicht enthalten zu sein. Irgendwann habe ich einfach das alte Paket per apt-get remove vdr-plugin-vompserver deinstalliert.

Mögliche Lösung

Dann habe ich per apt-get install vdr-plugin-vompserver eine neue Installation durchgeführt. Zur meinem Erstaunen wurde dann plötzlich doch die Version 0.4.0 gefunden und installiert. Dazu muss natürlich die Firmware für die Hauppauge MediaMVP mit apt-get install vdr-vompclient-mvp nachinstalliert werden.

Damit war zwar alles drauf, aber mein MediaMVP nahm immer noch keine Verbindung zum VDR auf. Fehlermeldung am Fernseher:

Failed to locate GUI Server

Die Sichtung der Logs brachte schnell den Verdacht auf Probleme mit der vomp-dongle.ver Datei. Etwas Suche brachte mich auf den Artikel von Simone Seidel, der mir die Lösung brachte.

Die vomp-dongle.ver Datei habe ich mit dem Skript, create-dongle-bin-ver.sh, neu erzeugt: 
sh create-dongle-bin-ver.sh vomp-dongle-0.4.0 vomp-dongle-0.4.0.ver

Danach die Verlinkung von vomp-dongle.ver nach vomp-dongle-0.4.0.ver neu erstellt: 
ln -s vomp-dongle-0.4.0.ver vomp-dongle.ver
Zur guter letzt, den VDR durchgestartet und danach die Hauppauge MediaMVP Box mit Strom verbunden. Wenige Augenblicke später war die Verbindung zum VDR vorhanden und das Streaming funktionierte wieder.

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VDR aktualisieren auf Debian Wheezy und VDR 2.0.0

Alle Jahre wieder bringe ich meinen VDR auf einen aktuellen Stand. Nicht nur die VDR Pakete, sondern auch das drunter liegende Debian Linux. Heute war es wieder soweit, das alter Debian 6 Squeeze hat ausgedient und wurde aktualisiert auf Debian 7 Wheezy.

Im Grunde habe ich mich an die sehr gute Anleitung von Patrick Schoyswohl gehalten und kam sehr zügig und unproblematisch durch. Natürlich musste ich die sources.list um die nötigen VDR Einträge von e-Tobi und OPPs erweitern, desweiteren haben ich am Ende noch etwas aufgeräumt um alte Pakete und Kernel von der SSD zu haben.

Aktualisierung

Aber hier meine einzelnen Schritte:
Zunächst habe ich das Debian Squeeze auf den letzten Stand gebraucht mit den drei Befehlen

apt-get update
apt-get upgrade
apt-get dist-upgrade

Jetzt muss die /etc/apt/sources.list für das Upgrade auf Wheezy angepasst werden. Meine sources.list sieht wie folgt aus:

deb http://http.debian.net/debian wheezy main contrib non-free
deb-src http://http.debian.net/debian wheezy main contrib non-free
deb http://http.debian.net/debian wheezy-updates main contrib non-free
deb-src http://http.debian.net/debian wheezy-updates main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free

deb http://www.deb-multimedia.org wheezy main non-free
deb http://ftp.debian.org/debian/ wheezy-backports main

deb http://e-tobi.net/vdr-experimental wheezy vdr-multipatch base addons
deb-src http://e-tobi.net/vdr-experimental wheezy vdr-multipatch base addons

deb http://debian.oppserver.net/vdr/ wheezy main non-free contrib
deb-src http://debian.oppserver.net/vdr/ wheezy main non-free contrib

Jetzt wird die Aktualisierung der Paketlisten vorgenommen mittels apt-get update, sowie ein kleines Systemupgrade, mittels apt-get upgrade. Dieser Schritt kann durchaus etwas länger dauern, schließlich werden hier zahlreiche Pakete runtergeladen und installiert.
Nachdem das erledigt ist, wird noch nicht neugestartet, sondern zunächst ein aktueller Kernel zum Booten eingerichtet. Zunächst gilt es aber rauszubekommen welche Kernel Versionen überhaupt zur Verfügung stehen. Dazu wird der Befehl dpkg -l | grep linux-image ausgeführt, der als Ausgabe uns alle installierten Kernel Versionen anzeigt. Wir wechseln jetzt mittels apt-get install linux-image-3.2-XXX (486 oder amd64) auf den jeweils aktuellsten Kernel mit dem passenden Befehlssatz für unsere CPU. Um Probleme zu vermeiden sollte unmittelbar nach dem Kernel Upgrade die neue udev Version installiert werden, dazu führen wir den Befehl apt-get install udev aus.
Nachdem alles bisher gut funktioniert hat, gilt es nun den Rest des Systems auf Wheezy zu aktualisieren, der Befehl apt-get dist-upgrade führt ein Upgrade der Distribution durch. Wenn alles soweit sauber durchgelaufen ist, kann das System mittels reboot durchgestartet werden.

Nach dem der VDR durch gebootet ist, sollte wieder Fernsehempfang möglich sein. Sollte es nicht funktionieren müssen die üblichen Logdateien auf Fehler überprüft werden (ich hatte direkt Bild).
Mittels cat /etc/debian_version kann nun die Version von Debian überprüft werden (7.x = Wheezy / 6.x = Squeeze). Die Version des VDR und der Addons/Plugins kann mittels dpkg -l | grep vdr überprüft werden.

Aufräumen

Kommen wir zum Aufräumen der nun vorhandenen Überreste von Squeeze.

Zunächst beseitigen wir alte noch installierte Kernel. Dazu müssen wir uns eine Übersicht über alle Kernel anzeigen lassen mittels: dpkg -l | grep ^i | grep linux-[hi]. Jetzt gilt es jeden unnützen Kernel für sich zu entfernen, per Befehl: apt-get purge linux-image-*VERSIONSNR*.
Im zweiten Anlauf löschen wir alte Pakete mit dem Befehl: apt-get autoclean. Dabei werden nicht mehr benötigte Pakete von der Platte gelöscht.
Damit sollte wieder einiges mehr an freien Speicherplatz auf der SSD zur Verfügung stehen.