Thin Client Management

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Firmen, die Terminalserver oder XenApp im Betrieb einsetzen gestiegen. Dieses Konzept bieten zahlreiche Vorteile, aber auch ein paar Nachteile und ist nicht immer bei jeder Firma und jedem Arbeitsplatz umsetzbar.
Fragt man den Systemadministrator oder die Geschäftsführung nach den Gründen für den Einsatz dieser Technologie, kommt früher oder später der Vorteil in der Wartung als einer der Pluspunkte.
Das Konzept wurde aber bei allen meinen Neukunden immer nur Halbherzig umgesetzt. Während man bei den Terminalservern von einer erleichterten und verringerten Administration ausging, krachte spätestens beim Einsatz von Thin Clients dieses Argument zusammen. Die Thin Clients sind ausgesucht worden, nach dem Schema, wir haben die Server und Monitore vom Hersteller XY, also nehmen wir auch die Thin Clients vom gleichen Hersteller. Befragt nach zentralem Management, kam bei Kunden mit kleiner Anzahl von Thin Clients die Ausrede, bei unseren 5 Geräten lohnt es nicht, da war ich zu Fuß schneller oder zentrales Management sei nicht bekannt gewesen. Bei größeren Umgebungen kommt dann oft die Ausrede, wir haben mit 3-5 Thin Clients angefangen und die anderen sind im laufe der Zeit dazu gekommen, deswegen haben wir es immer manuell gemacht, aber wir hatten auch mal drüber nachgedacht mit zentralem Management die Geräte zu verwalten. Erst in den richtig großen Unternehmen setzen die Kunden auf zentrales Management und suchen auch schon mal die Thin Clients danach aus.

Was ist jetzt mit den „kleinen und mittleren“ Umgebungen, wieso waren sie scheinbar ohne ausgekommen und ich sehe es anders?

Nun das Wort, scheinbar, trifft es direkt auf den Punkt. Oft waren in den Umgebungen Fehler an Thin Clients vorhanden, die mit ist halt so abgestempelt wurden. Das Betriebssystem und BIOS/EFI wurden nicht aktualisiert, weil man davon ausgegangen ist bei Thin Clients wäre es nicht möglich/nötig. Spätestens beim Wechsel des Servers oder der IP musste erneut zur allen Thin Clients gerannt werden und diese manuell umgestellt werden. Den Hammer schoss ein Kunde ab, der seine Thin Clients aus ganz Deutschland einsenden ließ um das Windows CE zu aktualisieren und neuen Servernamen zu hinterlegen.

Ab wann lohnt es sich also auf vernünftige Thin Client mit zentralem Management zu setzen?

Meine Antwort auf diese Frage ist sehr simpel, ab dem ersten Thin Client. Der Mehraufwand liegt nur in der Installation und Einarbeitung in die Software. Die Einrichtung ist auch beim Thin Client nötig, also entfällt diese als Mehraufwand. Der Mehrwert überwiegt, ob es das flashen eines aktuellen BIOS/EFI oder Betriebssystem ist, das Wechseln der IP-Adresse oder des Namen des Servers ist oder einfach andere Anpassungen an der Konfiguration. Alle diese Änderungen können zentral erledigt werden und manchmal Zeitlich beeinflusst werden (je nach Management Software). Als kleines Beispiel, durch einen Fehler im System muss ein neues System geflasht werden, also kann ich bestimmen nach dem Abmelden soll der Flash-Vorgang gestartet werden oder die Geräte sollen Nachts alle gestartet werden und dann geflasht werden um danach wieder abgeschaltet zu werden. Schon haben ich einen großen Mehrwert, der auch bei 1-2 Geräten vorhanden ist.
Im übrigen haben ich es noch nie erlebt, dass der Wechsel nach erfolgreicher Etablierung von 1-2 Geräten stoppt, sondern er wird fortgesetzt und dann ist man zu Faul noch ein Management in Betrieb zu nehmen!

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